11. Dezember 2017

Umzug der Förderschüler aus Prinzhornschule nach Uetze verhindern / Neuen alternativen Schulstandort zwischen Lebenshilfe und Polizei prüfen – Antrag in die Regionsversammlung

Die Linksfaktion versucht mit einem Antrag in die Regionsversammlung, den geplanten Umzug der Förderschüler aus der Prinzhornschule nach Uetze zu verhindern, was mit dramatischen Folgen für die Schüler verbunden wäre. „Die gesamte Infrastruktur der Schule Am Wasserwerk würde zerschlagen“, mahnt der stellvertretende LINKEN-Fraktionsvorsitzende Michael Fleischmann aus Burgdorf. „Der Lehrplan für geistige Entwicklung, wie er in Niedersachsen gilt, könnte nicht mehr aufrechterhalten werden.“

Der Hintergrund für den linken Antrag: Es ist ein neuer alternativer Schulstandort in Burgdorf in die Diskussion gekommen, der bisher noch nicht von der Region geprüft wurde. Genau das will die Linksfraktion mit ihrem Antrag erreichen. Es handelt sich um die rund 3.500 Quadratmeter große Wiese zwischen Lebenshilfe und Polizei, welche die Pächter aufgegeben haben. Die Fläche ist zwar kein Bauland, temporäre Baugenehmigungen sind aber laut Bauamt der Stadt Burgdorf „sicherlich möglich“. „Dieser Standort wäre auch ideal, weil die Fachräume in der benachbarten Schule Am Wasserwerk weitergenutzt werden könnten“, sagt Fleischmann. „Man müsste nur die Container für die Gruppenräume der Kinder aufstellen.

Die Region beabsichtigt bisher, die Schüler aus der Prinzhornschule auf das Gelände der ehemaligen Stötznerschule in Uetze zu verfrachten, bis der geplante Anbau an der Schule Am Wasserwerk realisiert ist. Dann müssten nach Angaben von Lehrkräften insgesamt acht Angebote für die Schüler ersatzlos entfallen – und das kommt so: Die Schüler aus der Prinzhornschule nutzen auch pädagogische Angebote in der Schule Am Wasserwerk, wo es etwa die Theater-AG und den Konfirmandenunterricht gibt. Danach müssen die Schüler dort abgeholt und zur Außenstelle Prinzhornschule gefahren werden. Ein Lehrer übernimmt den Bustransport. Das funktioniert innerhalb Burgdorfs gut, aber nicht mehr, wenn beide Schulstandorte 18 Kilometer auseinander liegen. Konfirmandenunterricht, Theater-AG, Tanz-AG, Judo-AG- Krankengymnastik, Therapieschwimmen, Sprachtherapie und Logopädie müssten ersatzlos entfallen.

Und es kommt noch dicker: Bisher gehen die Kinder jeden Dienstag schwimmen: die erste Hälfte der Schüler/innen im ersten Halbjahr, die andere Hälfte im zweiten Halbjahr. Nun sollen die zukünftigen Schüler aus Uetze auf den Schwimmunterricht verzichten, weil Uetze kein Hallenbad hat und weil die Region keinen Bus zur Verfügung stellen will, der die Förderschüler jeden Dienstag von Uetze zum Hallenbad nach Burgdorf fährt.