22. November 2017

Erklärung von Michael Fleischmann zur hohen Aluminiumbelastung des Burgdorfer Grundwassers

VSR-Gewässerschutz-Sprecher Harald Gülzow analysiert eine Wasserprobe.

„Das ist nach den hohen Nitratwerten im oberflächennahen Grundwasser und der Verunreinigung selbst der tieferen Grundwasserschichten mit dem Nervengift Ethidimuron im Einzugsbereich des Burgdorfer Wasserwerks ein weiteres Argument für die von mir seit vielen Jahren geforderten Trinkwasserschutzzonen rund ums Wasserwerk. Mit Massentierhaltung, dem Ausbringen von Gülle und der systematischen Überdüngung der Felder im Einzugsbereich der Förderbrunnen muss endlich Schluss sein!“

Umweltschützer vom VSR-Gewässerschutz haben hohe Aluminiumgehalte im Burgdorfer Grundwasser gefunden. Vielerorts ist der Grenzwert von 0,2 Milligramm pro Liter in privat genutzten Brunnen überschritten. Die höchste festgestellte Aluminiumkonzentration lag im Wasser eines Brunnens in Ehlershausen mit 1,05 Milligramm pro Liter, gefolgt von Otze mit 1,04 Milligramm pro Liter und Schillerslage mit 0,4 Milligramm pro Liter. Ursachen sind nach Angaben der Umweltschützer die hohen Ammoniakverluste durch die Massentierhaltungen und das Ausbringen von Gülle auf die Felder. Wissenschaftliche Studien bringen Aluminium immer wieder mit Alzheimer und Brustkrebs in Verbindung.