17. April 2018

Burgdorfer/innen auch in Zukunft ohne Badesee

Der Umwelt- und Bauausschuss des Rates hat am Dienstagabend den Antrag der LINKEN einstimmig abgelehnt, einen Teil des Cewesees, der nicht mehr für den Kiesabbau genutzt wird, zu pachten oder zu kaufen, damit die Burgdorfer/innen wie früher in der Natur am Wasser verweilen und baden können. Das ist heute nicht mehr möglich, weil alle Seen um Burgdorf herum in privater Hand sind. Wachdienste setzen die Betretungs- und Bade-Verbote rigoros durch. Ratsherr Michael Fleischmann konnte für seinen Antrag nicht die Hand heben, weil ohne Stimmrecht.

Auch die Aussichten für die Zukunft sind düster. Wenn im Jahr 2023 der Kiesabbau im Cewesee komplett beendet ist, wollen die Politiker/innen dort „keinen offiziellen Badebetrieb“, weil dann auf die Stadt Pflichten zukämen, so der Tenor. Stattdessen ist daran gedacht, den See einem Verein zu überlassen, der dann darüber entscheidet, wer ans Wasser darf und wer nicht. Im Gespräch ist die Segelsparte des Schillerslager Schützen- und Sportvereins. Am deutlichsten wurde FDP-Vertreter Thomas Dreeskornfeld: „Wir wollen keinen Badessee, weil das eine Konkurrenz fürs Freibad ist.“ Andere Städte und Gemeinden betreiben nicht nur Badeseen, sondern auch Schwimmbäder. „Da gibt es keine Konkurrenz“, betonte Michael Fleischmann. „Besucherinnen und Besucher eines Sees sind andere Leute als im Schwimmbad. Warum in Burgdorf nicht möglich sein soll, was woanders zum Wohle der Einwohnerinnen und Einwohner gut funktioniert, ist nicht nachvollziehbar.“