1. Mai 2016

Flüchtlingskonferenz liefert Ideen für künftige Integrationsarbeit

Christine Gross und Niklas Gottschalk

Jede Menge Ideen, wie die Integration von Geflüchteten gelingen kann, haben die 110 Teilnehmer/innen der ersten Burgdorfer Flüchtlingskonferenz am Samstag im Stadthaus geliefert. Mit dabei auch zwei Mitglieder der Partei DIE LINKE: Der 18-jährige Gymnasiast Niklas Gottschalk und die 57-jährige stellvertretende Ortsvorsitzende der Partei, Christine Gross.

Niklas Gottschalk steuerte sehr guten Ideen in der Workshopgruppe "Sprache" bei. Christine Gross spürte gemeinsam mit elf weiteren Mitgliedern in der Gruppe "Kultur"  Möglichkeiten zum Austausch der deutschen Kultur mit den verschiedenen fremdländischen Kulturen auf. Es war ein interessanter Tag, an dem die Teilnehmer/innen Möglichkeiten zum besseren Miteinander mit Menschen aus für uns fremden Kulturen erarbeiteten. Bei der besseren Bezeichnung "neue Nachbarn" statt "Flüchtlinge" waren sich alle einig - genauso wie beim Ziel, den Neuankömmlingen unsere Kultur nahezubringen, aber auch als Deutsche die anderen Kulturen kennenzulernen. Die Teilnehmer/innen schlugen einen von der Stadt zu bezahlenden Kulturtopf vor, um den neuen Nachbarn den Besuch von Kultur-, Musik-, Sportveranstaltungen zu ermöglichen. Schülerinnen und Schülern sollen die Möglichkeit haben, in den Wahlpflichtkursen das Fach "Schüler helfen Flüchtlingen" zu belegen. Dabei können Schüler/innen unter der Moderation einer Lehrerin oder eines Lehrers den neuen Nachbarn individuell helfen. Auch die anderen Workshops - Sport, Gesundheit, Zugang zum Arbeitsmarkt, Angebote für Flüchtlingsmädchen - kamen zu interessanten Ergebnissen. Etwa die Einführung eines Medizinpasses für Geflüchtete, um Ärzten, Sozialarbeiter/innen und Betreuer(inn)en die Arbeit zu erleichtern.

Die Stadt hat mit dieser Konferenz ein Zeichen gegen Fremdenhass und für ein friedvolles interessantes und internationales Miteinander gesetzt.