15. Januar 2017

25 Prozent Sozialwohnungen in Neubaugebieten

Auf Initiative der Linksfraktion hat sich die Stadt entschlossen, bei der Planung künftiger Neubaugebiete als Zielmarke 25 Prozent Sozialwohnungen vorzusehen, um so auf den steigenden Bedarf nach preisgünstigem Wohnraum zu reagieren. Der entsprechende Antrag wurde einstimmig im Bauausschuss angenommen. „Nicht nur Geringverdienerinnen und Geringverdiener haben große Probleme, eine bezahlbare Wohnung in Burgdorf zu finden“, begründete LINKEN-Fraktionsvorsitzender Michael Fleischmann den Antrag. „Auch bei Normalverdienerinnen und Normalverdienern geht ein immer größerer Teil des Einkommens für die Miete drauf. Hier muss die Stadt dringend etwas tun.“

Laut jüngstem Mietspiegel sind die Mieten in Burgdorf seit 2015 deutlich gestiegen. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt ein Haus oder wie groß eine Wohnung ist. Besonders drastisch fallen die Mieterhöhungen bei großen Wohnungen von 85 Quadratmetern und mehr in den beiden Baualterklassen „Gebäude bis 1960“ (plus 15,82 Prozent) und „Gebäude aus den Baujahren von 1961 bis 1994 (plus 11,13 Prozent) aus. In bis 1960 errichteten Wohnhäusern liegt die Miete mittlerweile bei 5,49 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, in solchen bis 1994 gebauten bei 6,29 Euro. Die höchsten Mieten nehmen Vermieter/innen für Wohnungen mit einer Größe von 45 bis 65 Quadratmetern, wenn diese zwischen 1995 und 2014 errichtet wurden. Dort müssen die Mieter/innen im Schnitt 6,99 Euro pro Quadratmeter berappen.